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Die Tauernkönigin und ihre Täler

"Heimatleuchten", am Fr., 28.08., ab 20:15 Uhr

Familie Saupper posiert für ein Foto
© ServusTV / Sarahfilms
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"Wenn ich die Hüttentüre aufmache, dann steht der Hochalmgipfel vor mir", schwärmt Wirtin Anneliese Fleißner von der Osnabrücker Hütte im Maltatal. "Die Tauernkönigin" übt eine besondere Anziehungskraft aus. Zwischen Bergseen, Almen und Wasserfällen erzählen Menschen von ihrem Leben im Einklang mit der Natur und davon, was diese einzigartige Landschaft für sie so besonders macht.
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Die Hochalmspitze, die "Tauernkönigin", steht dem Glockner in nichts nach. Rund um Dösental, Maltatal, Seebachtal und Tauerntal verbirgt sich eine Welt aus Bergseen, Wasserfällen und Hochalmen. Hier leben Menschen, die den Sommer am Berg verbringen: "Wir haben unten keinen Mittelpunkt mehr, der ist auf der Alm." Für Hüttenwirtin Anneliese Fleißner ist heroben ihr Zuhause. Für Michele Gallonetto beginnt hoch oben ein neuer Abschnitt: Kurz vor der Pension übernimmt er mit seiner Frau Kati das Arthur-von-Schmid-Haus. "Ein anderer würde sagen, das ist ein Riesen Steinhaufen. Wenn ich auf der Veranda sitze und auf den Dösener-See rausschaue – ich kenne nicht viele Hütten, die das haben".
Am Stappitzer See im Seebachtal setzt sich Familie Sterz seit Generationen für Natur und Fischzucht ein. In den 1970er Jahren ist hier ein Speicherkraftwerk geplant gewesen, doch der Widerstand einer Bürgerinitiative hat das Projekt verhindert. Der belgische Geigenbauer und Bergsteiger Matthieu Devuyst hat in den Hohen Tauern eine neue Heimat gefunden. "Hier in Mallnitz lebt man mit dem Rhythmus der Natur", schwärmt Matthieu.

Weiterführen, was verbindet
Seit 29 Jahren bewirtschaftet Anneliese Fleißner die Osnabrücker Hütte im Maltatal. Nach dem tödlichen Unfall ihres Mannes wollte sie die Hütte eigentlich aufgeben. Doch Sohn Lukas überzeugte sie weiterzumachen. „Wenn du da oben aufwächst und das deine Heimat ist, dann hast du da eine Beziehung zu dem Ganzen“, erzählt er. Heute verbringt Lukas gemeinsam mit seiner Freundin Julia Hofer den Sommer auf der Alm. Die beiden kennen sich bereits seit dem Kindergarten. Für die Familie ist die Osnabrücker Hütte längst mehr als nur ein Arbeitsplatz – sie ist Lebensmittelpunkt und Zuhause zugleich.

Wenn die Herden ziehen
Ob beim Almauftrieb ins Tauerntal oder beim Schafabtrieb über die Großelendscharte: Wenn die Herden zisich in Bewegung setzen, sind Ausdauer, Erfahrung und Zusammenhalt gefragt. Die frisch ausgebildete Tierärztin Katharina Gfrerer treibt gemeinsam mit ihrer Familie rund 40 Rinder auf die Jamnigalm, wo die Tiere den Sommer verbringen. Im Maltatal begleitet die 16-jährige Hannah Ebner-Prieler den beschwerlichen Rückweg von rund 500 Schafen ins Tal. Beide Geschichten zeigen, wie eng die Menschen in den Tauern mit ihren Tieren verbunden sind. Für Katharina ist es das schönste Gefühl, wenn auf der Alm alle Tiere gesund angekommen sind. Hannah freut sich jedes Jahr auf das Wiedersehen mit ihrem „Kindheitsschaf“, das sie einst mit der Flasche großgezogen hat.

Ein See für Generationen
Der Stappitzer See im Seebachtal zählt zu den bekanntesten Naturdenkmälern der Region. Seit mehr als 150 Jahren hält die Familie Sterz die Fischereirechte für die Gewässer in Mallnitz. Sandra Sterz kehrte nach Jahren im Ausland bewusst in ihre Heimat zurück. „Dann schätzt man das erst richtig, wenn du aus einem Bach einfach trinken kannst. Das war dann schon ein Grund, dass ich gesagt habe: Ich muss zurück da her“, erzählt sie. Gemeinsam mit ihrem Vater Peter betreibt sie eine Fischzucht, bei der Bachforellen im Seebach ausgesetzt werden und in natürlichen Gewässern aufwachsen. Nachhaltigkeit und ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur – das gibt sie bereits an die nächste Generation weiter: Tochter Indi kann sich vorstellen, später einmal Rangerin zu werden.


Über „Heimatleuchten“
Heimat ist der Ort, an dem man geboren und aufgewachsen ist, wo man sich wohl und zuhause fühlt. Zur Heimat gehören Bilder, Gerüche, Geschmack, Traditionen, die Familie und eine ganz bestimmte Landschaft. All das zeigt „Heimatleuchten“ – wie ein Buch voller Eindrücke, voller Geschichten und Erinnerungen. „Heimatleuchten“ ist immer freitags ab 20:15 Uhr ein Programm-Highlight bei ServusTV. Weitere Infos und die Sendungen zum Nachsehen gibt es bei ServusTV On.

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